Umkleideraum mit Spindschränken und Sitzbänken, im Vordergrund Materialproben und Bauplan
Geändert am : 06.10.2026 13:53
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Umkleideräume planen: Tipps für die Einrichtung


In vielen Branchen ist das Tragen von Arbeits- oder Schutzkleidung fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Damit Mitarbeitende ihre Kleidung sicher verstauen und sich vor sowie nach der Arbeit bequem umziehen können, müssen Arbeitgeber unter bestimmten Voraussetzungen geeignete Umkleideräume bereitstellen.

Doch wann sind Umkleideräume Pflicht? Worauf sollten Arbeitgeber bei der Planung achten? Und welche Ausstattung darf in einem modernen Umkleideraum nicht fehlen? In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Umkleideräume richtig planen und welche Anforderungen dabei zu beachten sind.

Wann sind Umkleideräume vorgeschrieben?

Die Pflicht zur Bereitstellung von Umkleideräumen ergibt sich aus der Arbeitsstättenverordnung. Arbeitgeber müssen Umkleideräume zur Verfügung stellen, wenn Mitarbeitende spezielle Arbeitskleidung oder Schutzkleidung tragen müssen und ein Umziehen an anderer Stelle nicht zumutbar ist.

Das betrifft viele Branchen, zum Beispiel die Produktion, das Handwerk, die Logistik, das Gesundheitswesen oder die Lebensmittelindustrie. Überall dort, wo Arbeitskleidung aus hygienischen oder sicherheitsrelevanten Gründen getragen wird, gehören Umkleideräume häufig zur notwendigen Betriebsausstattung.

Warum eine gute Planung wichtig ist

Wer Umkleideräume plant, sollte nicht nur die gesetzlichen Vorgaben im Blick haben. Die Technische Regel für Arbeitsstätten, kurz ASR A4.1, regelt die Pflichten für Arbeitgebende im Detail.

Gehen Sie systematisch vor, um teure Planungsfehler von Anfang an zu vermeiden.

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Schritt 1: Die genaue Bedarfsanalyse

Ermitteln Sie zuerst die genaue Anzahl der Personen. Wie viele Männer und Frauen arbeiten in Ihrem Betrieb? Berücksichtigen Sie auch den Schichtbetrieb Ihres Unternehmens. Wenn 30 Personen gleichzeitig die Schicht wechseln, herrscht im Raum Hochbetrieb. Hier benötigen Sie wesentlich breitere Wege und mehr Sitzgelegenheiten als bei flexiblen Arbeitszeiten mit geringer Personaldichte.
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Schritt 2: Raumaufteilung und Ergonomie

Zeichnen Sie den Raum im genauen Maßstab auf. Platzieren Sie alle Türen, Heizkörper und Fenster. Achten Sie auf Barrierefreiheit. Auch Menschen mit Behinderungen müssen die Räume sicher und selbstständig nutzen können. Planen Sie die Laufwege so kurz wie möglich. Der Weg von der Dusche zum Spind sollte rutschhemmend gestaltet sein, um Stürze zu vermeiden.
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Schritt 3: Spinde und Garderobenbänke clever auswählen

Die Möbel bilden das Herzstück des Raumes. Wählen Sie robuste Materialien wie pulverbeschichteten Stahl oder HPL. Diese halten der täglichen Beanspruchung problemlos stand. Sie lassen sich zudem leicht reinigen und desinfizieren.

Gleichzeitig zeigen gepflegte Sozialräume Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden. Sie tragen zu einem positiven Arbeitsumfeld bei und können die Zufriedenheit im Team erhöhen.

Ausreichend Platz für alle Mitarbeitenden

Vor allem in Betrieben mit Schichtarbeit nutzen oft viele Mitarbeitende gleichzeitig die Umkleideräume. Deshalb sollten die Räume ausreichend groß sein und genügend Platz zum Umziehen bieten. Eine gute Planung hilft dabei, Wartezeiten zu vermeiden und einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.

Auch die Privatsphäre spielt eine wichtige Rolle. Beschäftigte müssen sich ungestört umziehen können. Deshalb sollten Umkleideräume vor fremden Blicken geschützt sein. Werden Frauen und Männer beschäftigt, müssen getrennte Umkleideräume oder getrennte Nutzungsmöglichkeiten vorgesehen werden.

Auch die Verkehrswege vor den Schränken verlangen Ihre Aufmerksamkeit. Die Wege vor den Schränken müssen immer frei bleiben. Niemand darf sich beim Umziehen gegenseitig behindern. Planen Sie die Verkehrswege großzügig, um Unfälle zu vermeiden.

Die passende Ausstattung für Umkleideräume

Eine funktionale Einrichtung macht den Unterschied. Besonders wichtig sind hochwertige Spinde oder Garderobenschränke. Sie bieten ausreichend Platz für Arbeitskleidung, private Kleidung und persönliche Gegenstände.

In vielen Betrieben empfiehlt sich eine getrennte Aufbewahrung von Arbeits- und Privatkleidung. Dadurch lassen sich hygienische Anforderungen leichter erfüllen und die Kleidung bleibt sauber und ordentlich.

Passende Lösungen finden Sie bei Schäfer Shop in der Kategorie Spinde & Garderobenschränke. Dort stehen verschiedene Modelle für kleine und große Umkleideräume zur Verfügung. Zusätzlich sollten ausreichend Sitzmöglichkeiten vorhanden sein. Sitzbänke erleichtern das Umziehen und erhöhen den Komfort. Besonders praktisch sind Kombinationen aus Sitzbank und Garderobenschrank, da sie Platz sparen und gleichzeitig funktional sind.

Hygiene und Belüftung im Umkleideraum sicherstellen

Hygiene ist bei der Planung von Umkleideräumen ein wichtiger Faktor. Das gilt besonders für Unternehmen aus den Bereichen Lebensmittel, Gesundheit oder Industrie. Glatte Oberflächen vereinfachen die Reinigung und sparen Zeit.

Ebenso wichtig ist eine gute Belüftung. Feuchte Handtücher und verschwitzte Shirts verlangen nach einer stetigen Luftzirkulation. Spinde von Schäfer Shop verfügen über integrierte Lüftungsschlitze an den Türen. Diese sorgen für eine natürliche Luftzirkulation im Schrankinneren.

Bei extrem hoher Feuchtigkeit, wie nach dem Duschen, empfiehlt sich eine mechanische Raumlüftung. Sie transportiert die feuchte Luft aktiv nach draußen. Das beugt Schimmelbildung vor und schützt die Bausubstanz Ihres Gebäudes.

Fazit: Umkleideräume frühzeitig und durchdacht planen

Wer Umkleideräume plant, sollte die gesetzlichen Anforderungen ebenso berücksichtigen wie die Bedürfnisse der Mitarbeitenden. Ausreichend Platz, sichere Aufbewahrungsmöglichkeiten und eine hygienische Ausstattung bilden die Grundlage für funktionale Sozialräume.

Mit hochwertigen Spinden, Garderobenschränken, Sitzbänken und Lösungen für die Sozialraumausstattung schaffen Unternehmen optimale Bedingungen für ihre Mitarbeitenden. Schäfer Shop unterstützt Sie dabei mit einem umfangreichen Sortiment und passenden Lösungen für moderne Umkleideräume.

Häufige Fragen beim Umkleideräume planen

Ab wie vielen Mitarbeitenden ist ein Umkleideraum Pflicht?

Ein separater Raum ist vorgeschrieben, wenn Ihr Team bei der Arbeit spezielle Kleidung tragen muss. Das gilt immer dann, wenn das Umziehen aus gesundheitlichen, hygienischen oder praktischen Gründen nicht zu Hause erfolgen kann. Auch bei starker Verschmutzung ist der Raum Pflicht.

Wie groß muss eine Umkleidekabine für eine Person sein?

Nach den Richtlinien der ASR A4.1 muss die freie Bodenfläche für eine einzelne Person mindestens 0,50 Quadratmeter betragen. Für den gesamten Raum inklusive Schrank und Bank gilt jedoch der Richtwert von mindestens 1,20 Quadratmeter pro Person.

Anzahl der Mitarbeitenden Mindestfläche pro Person Breite der Verkehrswege
Bis zu 10 Personen 1,20 Quadratmeter Mindestens 1,00 Meter
Mehr als 10 Personen 1,00 Quadratmeter Mindestens 1,20 Meter
Rollstuhlnutzende Personen 1,50 Quadratmeter Mindestens 1,50 Meter

Was bedeutet Schwarz-Weiß-Trennung in der Praxis?

Dieses Prinzip trennt die saubere Alltagskleidung strikt von der potenziell schmutzigen oder kontaminierten Arbeitskleidung. Der „weiße“ Bereich steht für die private Kleidung. Der „schwarze“ Bereich nimmt die kontaminierte Kleidung auf. Zwischen diesen Bereichen liegt idealerweise eine Dusche als physische Barriere. Durch getrennte Schrankfächer oder separate Räume verhindern Sie eine Verschleppung von Keimen und Schmutz in den privaten Bereich.